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03.02.2021 – „Eintracht“ gratuliert Dünnes zu Chorleiterjubiläum

Karl-Wilhelm Dünnes ist seit 20 Jahren Chorleiter beim Männergesangverein „Eintracht“ Erbach. Die Sänger bedankten sich für die lange, erfolgreiche Zusammenarbeit in einer würdigenden Videoschalte und zeigten bewegte Meilensteile der Zusammenarbeit in einer Video-Hommage.

Von Christian Müller

Das war eine gelungene Überraschung: In einer kürzlich stattgefundenen Zoom-Konferenz gratulierten die Sänger des MGV „Eintracht“ Erbach ihrem Chorleiter Karl-Wilhelm Dünnes mit einer würdigenden Video-Hommage zu seinem Dirigentenjubiläum. Seit nun 20 Jahren leitet der Westerwälder die Erbacher Männer gesanglich an und kann auf eine großartige Erfolgsgeschichte zurückblicken.

Es war ein denkwürdiger Abend, als am 8. Januar 2001 „der Neue“ in der montäglich stattfindenden Gesangsstunde der „Eintracht“ Erbach in der Erlenbachhalle erschien. Der damalige Vorsitzende Hubert Diehl stellte an diesem Tag Karl-Wilhelm Dünnes den Sängern vor. Der Westerwälder krempelte von der ersten Stunde an die Ärmel hoch, denn es sollte nur ein halbes Jahr dauern, bis der erste Wettbewerb in Bleidenstadt vom Männerchor erfolgreich besucht wurde. „Es gelang eine Premiere nach Maß“, wie Vorsitzender Michael Schüler in seiner Video-Laudatio würdigend hervorhob. Die „Eintracht“ konnte mit den Stücken „Preghiera“, „Shenandoah“ und „Der Einsiedel“, dem Gewinn aller ersten Preise sowie der Tageshöchstwertung die Jury überzeugen. Die Feuerprobe des Dirigenten war somit fulminant gelungen.

In den letzten 20 Jahren nahm der Männerchor unter der Leitung von Karl-Wilhelm Dünnes an 19 nationalen und drei internationalen Wettbewerbe teil. „Es waren wirklich außergewöhnliche Erlebnisse, die von unserem musikalischen Leiter alles abverlangten. Man fährt nicht mal so zu diesen Festivals, sondern man muss Höchstleistungen erbringen, um mit semi- oder sogar professionellen Ensembles bestehen zu können“, wie Schüler betonte. Aus diesem Grund blieben die Fahrten nach Budapest im Jahr 2007, das „Edvard-Grieg-Festival“ in Bergen im Jahr 2011 sowie der Auftritt bei „Singing World“ in St. Petersburg im Jahr 2014 in besonderer Erinnerung. Schüler bedankte sich bei Dünnes, dass er die Sänger und Projektsänger zu Höchstleistungen geführt hatte: „Es hat alles gepasst. Diese Reisen werden alle, die teilgenommen haben, so schnell nicht wieder vergessen.“

Eine besondere Ehre wurde dem Chorleiter der „Eintracht“ in Russland zu teil: Er wurde in St. Petersburg zum besten Chorleiter des Festivals ausgezeichnet. Darüber hinaus hat Dünnes auf 16 eigenen ausgerichteten nationalen wie internationalen Konzerten, die wie Schüler betonte „auf außerordentlich hohem Niveau angesiedelt waren“, stets ein großes Gespür für gehobene Instrumental- und Chormusik gezeigt. Besonders hob Schüler hierbei die Aufführungen 2006 beim „Festtagszauber“ mit Johannes Kalpers und „Frühling am Bodensee“ mit einer Schubertiade hervor.

Was einen guten Chorleiter ausmacht

Pädagogisches Geschick und zielorientiertes Arbeiten in den Chorproben seien die wesentlichen Faktoren für den anhaltenden Erfolg der „Eintracht“, so Schüler weiter. Dünnes lege auch bei schwierigen Aufgaben eine Leichtigkeit an den Tag, die außergewöhnlich sei: „Neben den musikalischen Fähigkeiten ist jemand erst dann ein guter Chorleiter, wenn er noch darüber hinaus kommunikativ, zugänglich, gut vorbereitet, verständnisvoll und unterhaltsam ist.“ So gehören mancher seine Kommentare wie „Mit den Ohren singen“ oder „Nehmt mal die Wolle aus dem Mund“ schon zur geflogenen Vereinstradition, so der Vorsitzende und bedankte sich im Namen der „Eintracht“ für die angenehme Zusammenarbeit.

Vizechorleiter Manfred Hahne stimmte im Anschluss kurz am heimischen Klavier eine Beethoven-Sonate an, bevor er sich auch bei Dünnes bei seiner „hervorragenden Chorleitertätigkeit“ bedankte. Die Arbeit des Westerwälders sei stets anschaulich und verständlich: „Ich freue mich immer zum Singen zu kommen, weil Karl-Wilhelm Dünnes auch ein offenes Ohr für Fragen und Anregungen hat. Durch seine große Geduld hat er uns bisher immer ans Ziel geführt und mir auch die Arbeit als Vizechorleiter erleichtert“, so Hahne abschließend. Wie auch Schüler freue er sich schon wieder darauf, „analog“ mit den anderen Sängern der „Eintracht“ zusammen am Montag in der Erlenbachhalle zu singen. Die digitalen Treffen seien zwar nett, aber könnten die realen Gesangsstunden mit ihrem Dirigenten keinesfalls ersetzen.

Als Dank für die zwanzigjährige Zusammenarbeit überreichten Schüler und Hahne dem sichtlich gerührten Chorleiter „virtuell“ einen Gutschein für eine Konzertaufführung in der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz verbunden mit einem Aufenthalt im Schloss Engers.

Am Ende der Videokonferenz schalteten sich auch einige Sängerfrauen dazu und gratulierten Karl-Wilhelm Dünnes zum Dirigentenjubiläum herzlich.

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