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NNP vom 13.08.2014: “Die Herzen der Zuhörer…”

Das Chorfestival „Singing world“ in St. Petersburg hat sich für die „Eintracht Erbach“ gelohnt (wir berichten kurz). zwei Silberdiplome für die „Eintracht“, Karl Wilhelm Dünnes bester Chorleiter des gesamten Festivals – es gab viele positive Nachrichten. Hier nun der komplette Bericht über die Auftritte bei dieser Konzertreise.

Die „Eintracht“ hatte sich zur Teilnahme an den Wettbewerben für „Gleiche Stimmen“ sowie für „Kirchliche, religiöse und Gospel Musik“ angemeldet. Alle Wettbewerbe fanden im Konzertsaal des Musikkollegs statt. Die zielgerichtete und intensive Vorarbeit durch Chorleiter Karl Wilhelm Dünnes sollte sich auszahlen. Dem Chor gelangen glänzende Darbietungen was sich bei der Ergebnisbekanntgabe zwei Tage später manifestierte. Die Eintracht gewann den Wettbewerb für „Gleiche Stimmen“ vor dem französischen Männerchor aus Vannes/Bretagne und erhielt den zweiten Preis und das Silberdiplom. Ein erster Preis wurde in dieser Kategorie nicht vergeben.

Die Kategorie „Kirchliche, religiöse und Gospel Musik“ gewann mit einem Golddiplom das 16-köpfige gemischte Ensemble „Amur choir capella“ aus Blagoveshchensk/Russland. Die „Eintracht“ erreichte den zweiten Platz und das Silberdiplom vor drei russischen Ensembles aus Kazan, Novosibirsk und Moskau. Diese Platzierung ist umso höher zu bewerten, als alle russischen Ensembles dieser Kategorie semiprofessioneller Struktur waren mit Ensemblestärken von sechs bis 19 Mitwirkenden. Gesamtsieger des Festivals wurde der Nationale Estnische Mädchenchor „Leelo“ aus Tallinn/Estland.

Noch vor Ergebnisbekanntgabe wurde die „Eintracht“ zur Teilnahme am Preisträgerkonzert eingeladen mit der Vorgabe, aus ihrem Wettbewerbsprogramm Hans Leo Hasslers Komposition „Cantate Domino“ vorzutragen. Der Vortrag wurde von 800 Zuhörern im vollbesetzten Festsaal der Staatskapelle mit Bravo Rufen und nicht enden wollenden Beifall bedacht. Unmittelbar danach trat der Künstlerische Direktor des Festivals, Segey Ekimov, vor das Auditorium, um den noch offenen Sonderpreis der Jury zu verkünden: „Der Sonderpreis für den besten Chorleiter des Festivals geht an Karl Wilhelm Dünnes, ,Eintracht’ Erbach/Deutschland.“ Der Jubel im Auditorium – nicht nur bei den mitgereisten Erbacher Zuhörern – war grenzenlos.

St. Peter und Paul

Zusätzlich zu den Auftritten bei den beiden Wettbewerben und beim Preisträgerkonzert hatte die Eintracht weitere Auftritte bei der Eröffnungsgala und beim Abschlusskonzert im Festsaal der Staatskapelle. Das Abendkonzert in der Kathedrale St. Peter und Paul mit weiteren fünf Chören aus Frankreich, Hongkong, Bulgarien und Russland wurde zu einem weiteren Höhepunkt. Am Ende des 25-minütigen Programmteils der Eintracht mit dem abschließenden Vortrag „Tebje pojem“ von Bortnianski in russischer Sprache wurden die Erbacher Sänger mit stehenden Ovationen von der Bühne geleitet.

Bei der Schlussbesprechung mit der Organisationsleitung wurde den Repräsentanten der „Eintracht“ eine weitere Anerkennung zuteiul. Das Fazit der Organisationsleitung lautete: Keiner der teilnehmenden Chöre des Festivals habe bei seinen Auftritten die Herzen der Zuhörer in dem Maße erreicht, wie sie es vermochten. „Wir sind stolz, dass wir Sie zur Teilnahme an unserem Festival gewinnen konnten. Nehmen Sie die überwältigende Resonanz Ihrer Zuhörer mit nach Hause.“

Musik verbindet

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Krise in Europa bemerkenswert war auch die Aussage des Festivalpräsidenten Yakov Dubranin beim Schlussakt in der Staatskapelle: Wenn die politischen Führer der Welt in einem Chor singen würden, sähe die Welt anders aus als heute.

Selbstverständlich zählte auch ein umfangreiches Besichtigungsprogramm unter fachkundiger deutschsprachiger Leitung zum Gesamtprogramm des siebentägigen Aufenthalts der Sänger in St. Petersburg.

Einen stimmungsvollen Abschluss fand die Chorreise beim Rückflug mit dem Lufthansa Airbus nach Frankfurt, als die Crew über Bordlautsprecher die „Eintracht“ Reisegruppe mit einer herzlichen Gratulation bedachte und um ein Ständchen für die Fluggäste in der vollbesetzten Maschine bat. Selbstverständlich kamen Karl Wilhelm Dünnes und seine Sänger der Bitte nach und erfreuten die Mitreisenden mit einem zünftigen Ständchen in 9000 Metern Flughöhe. (nnp)

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